Förderung
Stipendienprogramm M4HUMAN
M4HUMAN (Mobility for Experienced Researchers in Historical Humanities and Islamic Studies)
Marie Curie Fellowships der Gerda Henkel Stiftung
In diesem Programm ist derzeit keine Antragstellung möglich.
Im Jahr 2011 startete die Gerda Henkel Stiftung ein neues Stipendienprogramm mit Namen M4HUMAN (Mobility for Experienced Researchers in Historical Humanities and Islamic Studies). Das Programm wurde von der Europäischen Kommission mit Mitteln aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm und dessen Marie Curie-Maßnahmen unterstützt. Im Rahmen des Programms werden 24monatige Forschungsstipendien an junge und erfahrene Wissenschaftler vergeben, die einen Forschungsaufenthalt an einem frei gewählten Gastinstitut ermöglichen. Integraler Bestandteil des Programms ist die Mobilität. Durch den Austausch mit den jeweiligen Fachkollegen vor Ort tragen die Stipendiaten zur wissenschaftlichen Vernetzung ihres Herkunfts- und Gastlandes sowie zur Bereicherung der internationalen Forschungslandschaft bei. Mindestens 70% des zweijährigen Stipendiums verbringen die Stipendiaten an ihrer gastgebenden Institution (Universitäten, Forschungsinstitute, Museen, etc.). Thematisch steht M4HUMAN allen von der Stiftung geförderten historischen Disziplinen sowie den Bereichen des Sonderprogramms "Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen" offen und hat weder geographische noch epochale Schwerpunkte.
Mobilität
Um dem Anspruch gerecht zu werden, zumindest einen EU-Mitgliedsstaat oder einen mit der EU assoziierten Staat an den Projekten teilhaben und davon profitieren zu lassen, waren bei der Antragstellung folgende Mobilitätskombinationen möglich:
Kategorie Incoming
- Herkunft: EU, Assoziierte Staaten*, Drittländer**, Deutsche Forscher aus dem Ausland
- Ziel: Deutschland
Kategorie Outgoing
- Herkunft: Deutschland, EU, Assoziierte Staaten*
- Ziel: EU (außer Deutschland), Assoziierte Staaten*, Drittländer**
Nicht möglich waren lediglich jene Fälle in denen a) Herkunft und Ziel übereinstimmten oder b) die Herkunft ein Drittland** war, das Ziel aber nicht Deutschland.
* Assoziierte Staaten: Schweiz, Israel, Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei, Kroatien, Republik Mazedonien, Serbien, Albanien, Montenegro, Bosnien & Herzegowina, Färöer Inseln, Republik Moldau
** Drittländer sind alle Staaten, die weder EU-Mitgliedsstaat noch assoziierter Staat sind.
Ausschreibung und Auswahlprozess
Das Programm wurde 2011 und 2012 ausgeschrieben und fand eine erfreulich große Resonanz in Hochschulen und Forschungsinstituten in Deutschland, Europa und weltweit. Der Stipendienzeitraum der gut 90 seitdem bewilligten Projekte erstreckt sich bis in den Sommer 2015.
Im Anschluss an die jeweils weltweit durchgeführten Ausschreibungen wurden alle etwa 400 gültigen Anträge von einem neu eingerichteten, zwölfköpfigen, internationalen Expertenbeirat evaluiert, dem folgende Mitglieder angehören:
Prof. Dr. Claudia Antonetti | Venedig
Prof. Dr. Andreas Beyer | Paris
Prof. Dr. Philippe Bordes | Lyon
Prof. Dr. Leonid I. Borodkin | Moskau
Prof. Dr. Jane Caplan | Oxford
Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam | Kiel
Prof. Dr. Rudolf Schlögl | Konstanz
Prof. Dr. Willibald Steinmetz | Bielefeld
Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Stollberg-Rilinger | Münster
Prof. Dr. Bo Stråth | Helsinki
Prof. Dr. Wyger R. E. Velema | Amsterdam
Prof. Dr. Martin Zimmermann | München
Auf die Empfehlungen des Beirats hin traf das Kuratorium der Stiftung die endgültigen Förderentscheidungen.
Geographische und thematische Vielfalt
In der ersten Ausschreibungsrunde im Jahr 2011 gingen Bewerbungen aus über 40 Ländern ein. Mehr als die Hälfte der Antragsteller kam aus einem EU-Mitgliedsstaat. Bei den ausgewählten Gastländern rangierte Deutschland auf Platz 1 vor Großbritannien und den USA. Die drei häufigsten thematischen Schwerpunkte lagen in den Disziplinen der Neueren Geschichte, der Islamwissenschaften sowie der Interdisziplinären Projekte.
In der zweiten Ausschreibungsrunde im Jahr 2012 gingen Bewerbungen aus über 30 Ländern ein. Mehr als 80% der Antragsteller kamen aus EU-Mitgliedsstaaten. Das populärste Gastland war Deutschland, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Der am häufigsten vertretene Fachbereich war die Neuere Geschichte, gefolgt von Interdisziplinären Projekten, der Alten Geschichte sowie der Archäologie.
Bei den bewilligten Fellowships sind Herkunftsländer wie Albanien, Estland, Kolumbien, Argentinien, Israel, China, Neuseeland oder der Iran sowie Zielländer wie die Türkei, Jamaika, Brasilien oder der Libanon ein Beleg für den Erfolg des auf weltweiten Austausch angelegten Stipendienprogramms.
Ansprechpartner

Jens Christian Schneider, M.A.
Projektreferent Marie Curie Fellowships (Programm M4HUMAN) /
IT-Management
schneider@gerda-henkel-stiftung.de
Bitte beachten Sie zunächst alle in diesem Bereich sowie unter Allgemeine Hinweise für Antragsteller und Geförderte bereitgestellten Informationen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
