presentation of selected projects

Xiongnu-Fürstengräber in Noin-Ula, Mongolei

Der Friedhof von Noin-Ula in der nördlichen Mongolei ist ein bedeutendes Zeugnis der Sepulkralkultur der Xiongnu, der frühen asiatischen Hunnen. Die bis zu 18 Meter tiefen Grabschächte bieten reichhaltige Funde, vor allem seltenes organisches Material. Ein Team russischer Archäologen erforscht mit modernsten Methoden eines der letzten großen Fürstengräber.
Arbeiten am Mentsun Lhakhang Felshöhlentempel, Nepal

Bei dem reich mit Wandmalereien und Lehmstuckstatuen aus frühbuddhistischer Zeit ausgestatteten Tempel Mentsun Lhakhang handelt es sich um die bisher älteste buddhistische Höhlentempelstätte Nepals. Vor einigen Jahren brach ein Teil des nach außen ragenden Tempeldaches ein, Regen und Schnee beschädigten die Malereien. Ziel eines Forschungsprojekts ist es, das Dach wieder instand zu setzen und die in ihrem Stil in Nepal einzigartigen Wandmalereien zu restaurieren.
Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung

Gemeinsam mit dem Verlag C.H. Beck hat die Stiftung im Jahr 2006 die Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung gegründet. Die Buchreihe gibt ausgewiesenen Wissenschaftlern die Möglichkeit, grundlegende Erkenntnisse aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen.
Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau

Der Breisgau galt, anders als das benachbarte Elsass und die Nordschweiz, lange nicht als ausgesprochene Burgenlandschaft. Ziel eines Forschungsprojekts ist es, die mittelalterlichen Burgen zu erfassen und sie historisch, archäologisch und baugeschichtlich zu untersuchen. Dabei wird Fragen nach der Entstehung, der Entwicklung, dem Ende bzw. der Zerstörung der Burgen nachgegangen.
Ausgrabungen in Kalapodi, Griechenland

Ein Team des Deutschen Archäologischen Instituts Athen erforscht das Heiligtum von Kalapodi und konnte dort eine für das griechische Festland einzigartige kontinuierliche Abfolge von Kultbauten von der archaischen bis zur spätmykenischen Epoche festhalten. Die übereinander liegenden Bauten geben wesentlichen Aufschluss über die Entstehungsgeschichte des griechischen Tempels und beleuchten Religion und Kult der so genannten „Dunklen Jahrhunderte“.
Wiederlesbarmachung altägyptischer Wandmalerei

Neferhotep war oberster Schreiber des Schöpfergottes Amun und verstarb in der Regierungszeit des Pharaos Eje um 1320 v. Chr. Sein Felsengrab nahe dem Tal der Könige ist reich mit Wandmalereien, farbigen Reliefs und Figuren dekoriert. Ein Team von Restauratorinnen verfolgt das Ziel, ausgewählte Texte und Darstellungen von starken Verschmutzungen zu reinigen und wieder sichtbar zu machen.
Forschungsstelle "Entartete Kunst"

Die Forschungsstelle "Entartete Kunst" (Berlin/Hamburg) beschäftigt sich mit den Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunstpolitik, insbesondere der Beschlagnahme moderner Kunstwerke in deutschen Museen durch die Nationalsozialisten im Jahr 1937. Untersucht werden das Schicksal der Künstler, die Strategien der Museumsleiter, die Rolle der Kunsthändler sowie die Wege der Kunstwerke bis zu ihrem heutigen Standort.
Ausgrabungen in der Zitadelle von Anuradhapura (Sri Lanka)

Anuradhapura (Sri Lanka), die alte Hauptstadt der ceylonesischen Könige, gehört zu den größten antiken Ruinen weltweit. Ziel eines archäologischen Forschungsprojekts ist es, zu klären, ab wann genau Anuradhapura eine städtische Funktion innehatte und wann der Ort zum Zentrum einer Hochkultur mit Phänomenen wie Schrift und entwickeltem Entwässerungssystem wurde.
Zeitzeugen des "Hamburger Feuersturms" und ihre Familien

Der Begriff „Hamburger Feuersturm“ steht für den Luftangriff auf Hamburg im Sommer 1943. Ein Team aus Historikern und Psychoanalytikern untersucht am Beispiel der Überlebenden und der nachfolgenden Generationen die Frage, inwieweit Kriegserlebnisse zu langfristigen Traumatisierungen führen und wie diese individuell, familiär und gesellschaftlich verarbeitet werden.
Erwin Panofsky - Korrespondenz

Erwin Panofsky (1892–1968), einer der bedeutendsten Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts, korrespondierte mit einer Vielzahl bekannter Persönlichkeiten. Der noch weitgehend unbekannte Nachlass besteht aus ca. 30.000 Briefen. Ziel eines an der Universität Bamberg angesiedelten Forschungsprojekts ist es, die Korrespondenz Panofskys in einer fünfbändigen Edition zugänglich zu machen.
Siedlungsstruktur von San Gimignano, Italien

San Gimignano ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in der Toskana, die Bedeutung der Stadt und ihrer Umgebung in der römischen Antike sind jedoch nahezu unbekannt. Im Mittelpunkt eines Grabungsprojekts steht die Erforschung der ländlichen Siedlungsstruktur der Gegend von etruskisch-republikanischer Zeit bis in die ausgehende Kaiserzeit.
Justiz im Zweiten Weltkrieg

Die Epoche des Nationalsozialismus gehört nicht nur zu den wichtigsten, sondern auch zu den inhaltlich und methodisch meist diskutierten Feldern rechtshistorischer Forschung. Ein Team aus Rechtshistorikern und Historikern untersucht am Beispiel des Oberlandesgerichtsbezirks Köln, wie sich die Rolle der Justiz in der nationalsozialistischen Kriegsgesellschaft wandelte und wie das Verhältnis von Justiz und Krieg aussah.
Kupfer und Zinn in der zentralasiatischen Steppe

Im östlichen Kasachstan finden sich vorgeschichtliche Abbaustellen auf Kupfer, Zinn und Gold, die als wichtige Erzlieferanten der alten Kulturen in der eurasischen Steppe und den benachbarten Regionen gelten. Ziel eines deutsch-kasachischen archäologischen Forschungsprojektes ist es, einen Überblick über den alten Bergbau in den Steppen und Waldsteppen Kasachstans zu erhalten und zu klären, ob und vor allem wann das Metall Zinn genutzt und in größerem Stil produziert wurde.
Förderung für das Deutsche Archäologische Institut in Rom

Mit mehreren Förderschwerpunkten trägt die Gerda Henkel Stiftung seit vielen Jahren dazu bei, das wissenschaftliche Profil des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom zu stärken. Im Jahr 2005 wurde ein neues Schwerpunktprojekt zur Erforschung der italischen Kulturen des 7. bis 3. Jahrhunderts v. Chr. in Süditalien und Sizilien eingerichtet.
Steinhaus und Stadtanlage um 1100 - Freiburg i. Br. und Cluny

Ein Freiburger Forscherteam beschäftigt sich auf der Grundlage neu entdeckter Steinhäuser vergleichend mit der Anlage der für das Hochmittelalter bedeutenden Städte Freiburg und Cluny. Jüngste Untersuchungen zum Freiburger Münster bestätigen nach der Auswertung neuer Skulpturenfunde die Erkenntnis einer Stadtgründung schon durch Bertold II. im Jahre 1091 und nicht erst 1120 unter Konrad mit dem Marktgründungsprivileg.
Die Zitadelle von Aleppo

Das nordsyrische Aleppo war im Laufe seiner Geschichte immer wieder Vermittlungspunkt zwischen den Reichen im Osten und Westen, im Norden und Süden. Seit 1996 forscht eine deutsch-syrische Archäologengruppe auf dem Burgberg nach dem altorientalischen Kult- und Verwaltungszentrum und stieß dabei auf den Tempel des Wettergottes von Aleppo. Dieser ist mit großartigen Reliefs ausgestattet, die Götter und Mischwesen zeigen.
Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas

Das im Juli 2004 eingerichtete „Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas“ verknüpft die Geschichte West- und Osteuropas. Im Zentrum steht ein Doktorandenprogramm, das jüngere Wissenschaftler aus verschiedenen Staaten zusammenführt, die gemeinsam wissenschaftlich arbeiten und sich regelmäßig austauschen.
Die Conférences der Académie Royale de Peinture et de Sculpture

Das französisch-deutsche Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den unter Ludwig XIV. initiierten Conférences, kunsttheoretischen Vorträgen und Diskussionen an der Pariser Académie Royale de Peinture et de Sculpture. Diese zum weitaus größten Teil unbekannten und unveröffentlichten Schlüsseldokumente der französischen und europäischen Kunsttheorie werden in einer kritischen und im Ansatz historischen Ausgabe ediert und kommentiert.
Humanismus

Durch ein groß angelegtes, unkonventionell organisiertes Projekt arbeitet die Gerda Henkel Stiftung seit 1996 daran, dieses große, klassische Thema europäischer Geistes- und Kulturgeschichte durch moderne Methoden und Fragestellungen in die Forschungsdiskussion und den Kanon modernen Bildungswissens zurückzuholen.
Common Law and Civil Law

Common Law im anglo-amerikanischen Rechtskreis und Civil Law in Kontinentaleuropa und verschiedenen außereuropäischen Staaten sind die beherrschenden Rechtssysteme der westlichen Welt. Seit 1981 unterstützt die Stiftung unterschiedliche Arbeitsgruppen, die einzelne Themenbereiche bei kleineren Tagungen diskutieren und für eine gemeinsame Publikation vorbereiten.
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