Ehemalige Mitglieder des Kuratoriums

Dr. Dr. h.c. Konrad Henkel

Mitglied des Kuratoriums von 1976 bis 1997
Stellvertretender Vorsitzender von 1991 bis 1997

Konrad Henkel (*1915; †1999) war der jüngere Bruder von Lisa Maskell und Enkel des Unternehmers Fritz Henkel, der 1876 die Firma Henkel & Cie. gründete. 1961 übernahm er nach dem Tode seines Bruders Jost Henkel den Vorsitz der Geschäftsleitung des Gesamtunternehmens. 1980 schied er aus der Unternehmensführung aus. Von 1980 bis 1990 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates und des Gesellschafterausschusses.

Nach dem Abitur in Düsseldorf studierte Konrad Henkel Chemie in München und Braunschweig und wurde 1939 an der Technischen Hochschule Karlsruhe promoviert. Er wurde mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, u.a. 1972 mit Ehrendoktorwürde der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Düsseldorf, 1976 mit der Ehrenbürgerschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf, 1995 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern. Im Jahr 2000 wurde ein Hörsaal der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nach ihm benannt.

Seit der Gründung begleitete Konrad Henkel die Gerda Henkel Stiftung als Mitglied des Kuratoriums, dessen stellvertretender Vorsitzender er nach dem Tode von Friedrich Malitz wurde. Auch noch nach seinem Ausscheiden aus dem Kuratorium im Jahre 1997 stand Konrad Henkel der Stiftung bis zu seinem Tode beratend zur Seite.

Friedrich Malitz

Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums von 1976 bis 1991

Friedrich Malitz (*1908; †1991) war bis 1973 für das gesamte Finanzwesen der Henkel & Cie. GmbH verantwortlich. Von 1973 bis 1974 war er Mitglied des Verwaltungsrats der Henkel GmbH sowie von 1975 bis 1984 Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel KGaA.

Nach Tätigkeiten beim Bankhaus Schliep & Co. in Düsseldorf, der The Chase Bank in Paris und der The British Overseas Bank Ltd. in London machte er eine Ausbildung zum Bankfachmann. 1932 trat Friedrich Malitz in das Familienunternehmen Henkel ein und durchlief mehrere verschiedene Abteilungen. Mit der Überführung der Henkel & Cie. GmbH in die Henkel GmbH blieb Friedrich Malitz weiterhin bis 1973 ordentlicher Geschäftsführer.

Friedrich Malitz wurde bei der Gründung der Gerda Henkel Stiftung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. Bis zu seinem Tode im Jahre 1991 hatte er dieses Amt inne.

Dr. Hermann Richter

Mitglied des Kuratoriums von 1976 bis 1982

Hermann Richter (*1903; †1982) war von 1975 bis 1980 Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie bis 1982 Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel KGaA. Zuvor war er zudem für mehrere Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dresdner Bank AG.

Nach seinem Studium in Berlin und einer Tätigkeit als Börsenjournalist bei „Buchwalds Börsenbriefen“ sowie Stationen bei der Deutschen Revisions- und Treuhand AG und bei der Dresdner Bank in Berlin wurde Hermann Richter 1942 ordentlicher Geschäftsführer der Henkel & Cie. GmbH. Bis 1982 durchlief er verschiedene Abteilungen und war Mitglied in Verwaltungs- und Aufsichtsräten innerhalb des Unternehmens.

Seit der Gründung stand Hermann Richter der Gerda Henkel Stiftung beratend zur Seite und blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1982 Mitglied des Kuratoriums.

Dr. Wilfried Guth

Mitglied des Kuratoriums von 1982 bis 1993

Wilfried Guth (*1919; †2009) war von 1962 bis 1968 Vorstandsmitglied bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, wechselte daraufhin jedoch als Vorstandsmitglied zur Deutschen Bank und wurde dort 1976 zum Vorstandssprecher ernannt.

An den Universitäten in Bonn, Genf, Heidelberg sowie an der School of Economics in London studierte Wilfried Guth Wirtschaftswissenschaften und promovierte 1957 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Schon während des Studiums begann er 1953 bei der Deutschen Bundesbank und wurde dort 1958 Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik. Ein Jahr später wurde er Exekutiv-Direktor beim Internationalen Währungsfonds in Washington.

Nach dem Tode von Hermann Richter wurde Wilfried Guth in das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung berufen, dessen Mitglied er über zehn Jahre war.

Anette Petersen-Brandhorst

Mitglied des Kuratorims von 1987 bis 1999
Vorsitzende von 1998 bis 1999

Anette Petersen-Brandhorst (*1936; †1999) studierte Ethnologie an der University of California in Berkeley. Zusammen mit ihrem Ehemann Udo Brandhorst baute sie eine der bedeutendsten privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland auf.

1993 wurde die Sammlung in die Udo und Anette Brandhorst Stiftung überführt und als Sammlung Brandhorst im 2009 eröffneten Museum Brandhorst in München ausgestellt.

1987 wurde Anette Petersen-Brandhorst als Mitglied in das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung aufgenommen, dessen Vorsitz sie 1998 nach dem Tode ihrer Mutter Lisa Maskell übernahm.

Dr. Hans-Dietrich Winkhaus

Mitglied des Kuratoriums von 1989 bis 2014
Stellvertretender Vorsitzender von 2006 bis 2009
Ehrenmitglied von 2010 bis 2014

Hans-Dietrich Winkhaus (*1937) ist seit November 2013 Präsident des Verwaltungsrats von CARE Deutschland-Luxemburg. Zuvor war er Präsident des Chemieverbands, Vizepräsident des Verbands der Deutschen Industrie (BDI) und Präsident des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln), dessen Ehrenpräsident er heute noch ist.

Nach Abitur und einer Banklehre studierte Hans-Dietrich Winkhaus Betriebswirtschaftslehre in Münster, Lausanne und München und machte sein Diplom-Kaufmann Examen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Daraufhin arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Bankbetriebslehre der LMU, wo er 1967 zum Dr. rer. pol. promoviert wurde. Im gleichen Jahr begann Hans-Dietrich Winkhaus seine berufliche Laufbahn bei der Firma Henkel AG & Co. KGaA in Düsseldorf. Herr Winkhaus hat bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 verschiedenste Aufgaben im In- und Ausland in den Bereichen Finanzen, Marketing und Vertrieb wahrgenommen. Von 1992 bis 2000 war er Vorstandsvorsitzender. Dem Gesellschafterausschuss der Firma gehörte er bis 2008 an.

Hans-Dietrich Winkhaus war Aufsichtsratsmitglied bei deutschen und amerikanischen börsennotierten Unternehmen. Ferner nimmt er Aufgaben bei einer sozialen Einrichtung und bei zwei wissenschaftlichen Gesellschaften wahr.

Im Jahre 1986 wurde Hans-Dietrich Winkhaus in das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung gewählt, dessen stellvertretenden Vorsitz er nach dem Ausscheiden von Franz Georg Maier von 2006 bis 2009 übernahm. Nach seiner Amtszeit im Kuratorium wurde er für weitere fünf Jahre zum Ehrenmitglied berufen.

Dr. Hans-Günter Grünewald

Mitglied des Kuratoriums von 1993 bis 1998
Zweiter Stellvertretender Vorsitzender von 1996 bis 1998
Stellvertretender Vorsitzender 1998

Hans-Günter Grünewald (*1933; †1998) war von 1989 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1995 Mitglied der Geschäftsführung der Henkel KGaA und von 1992 bis 1995 persönlich haftender Gesellschafter. In der Geschäftsführung war er verantwortlich für den Unternehmensbereich Finanzen/Logistik.

Nach einer Banklehre, einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Promotion zum Dr. rer. pol. trat Hans-Günter Grünewald 1962 in die damalige Henkel & Cie. GmbH in Düsseldorf ein. Nach Stationen in der Auslandsabteilung/Finanzwirtschaft und in der Unternehmensplanung war er von 1977 bis 1989 Mitglied des Direktoriums der Henkel KGaA. 1986 wurde er als Mitglied in den Gesellschafterausschuss der Henkel KGaA berufen und auch noch nach seiner Pensionierung im Jahr 1995 blieb er der Henkel-Gruppe beratend verbunden.

Hans-Günter Grünewald war von 1993 bis 1998 Mitglied des Kuratoriums der Gerda Henkel Stiftung. 1996 wurde er neben Konrad Henkel zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden und 1998 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt.

Prof. Dr. Franz Georg Maier, Hon. FSA

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von 1976 bis 1996
Vorsitzender von 1992 bis 1996

Mitglied des Kuratoriums von 1996 bis 2010
Stellvertretender Vorsitzender von 1998 bis 2005
Ehrenmitglied von 2006 bis 2010

Franz Georg Maier (*1926, †2014) war von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1994 Professor für Alte Geschichte an der Universität Zürich. Sein Studium an den Universitäten Tübingen, Zürich und Rom schloss er 1951 mit der Promotion ab und habilitierte 1957 in Tübingen. Von 1963 bis 1966 war er Professor für Alte Geschichte in Frankfurt am Main und von 1966 bis 1972 Professor für Geschichte an der Universität Konstanz, zu deren Gründungsmitgliedern er gehörte.

1952 bis 1955 arbeitete Franz Georg Maier als Mitglied der britischen Kouklia Expedition in Zypern; seit 1966 leitete er im Auftrag des Deutschen Archäologischen Instituts die Ausgrabungen in Alt-Paphos (Zypern). Von 1977 bis 1978 war er Präsident der Kommission für die Schweizerische Archäologische Schule in Griechenland und 1992/1993 Gastwissenschaftler am Institute for Advanced Study in Princeton, USA. Zudem war er ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und Honorary Fellow der Society of Antiquaries of London.

Seit der Gründung begleitete Franz Georg Maier die Gerda Henkel Stiftung im Wissenschaftlichen Beirat und gehörte seit 1996 dem Kuratorium der Stiftung an, dessen Ehrenmitglied er seit 2006 war.

Prof. Dr. Meinhard Miegel

Mitglied des Kuratoriums von 1997 bis 2014
Stellvertretender Vorsitzender von 2010 bis 2014

Meinhard Miegel (*1939) ist seit 2007 Vorsitzender des Vorstands des Denkwerks Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung in Bonn. Zuvor leitete er das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e. V. sowie das Zentrum für internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Leipzig.

Sein Studium der Philosophie, Soziologie und Rechtswissenschaften in Washington D.C., Frankfurt und Freiburg schloss er 1961 mit dem Bachelor of Arts, 1967 mit der Promotion und 1969 mit dem zweiten Juristischen Staatsexamen ab. Von 1970 bis 1973 war Meinhard Miegel als Syndikusanwalt und Assistent der zentralen Geschäftsführung der Henkel Cie. GmbH tätig. Anschließend arbeitete er für den Generalsekretär der CDU, Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf. 1975 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Hauptabteilung Politik der Bundesgeschäftsstelle der CDU in Bonn. 1992 wurde er zum außerplanmäßigen Professor der Universität Leipzig ernannt.

Von 1995 bis 1997 war er Vorsitzender der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen, zwischen 1999 und 2003 gehörte er den Präsidentenkommissionen „Sozialrecht“ und „Sozialwissenschaften“ der Max-Planck-Gesellschaft und von 1997 bis 2005 dem Beirat des Wissenschaftszentrums Berlin an. Von 1997 bis 2006 war Meinhard Miegel wissenschaftlicher Berater des Deutschen Instituts für Altersvorsorge GmbH, Köln. Von 2003 bis 2007 gehörte er dem Aufsichtsrat der Wall AG, Berlin, an, war Sprecher des BürgerKonvent e. V. sowie Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, Rostock. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Aufsichtsrats der Deutschen Industrie Service AG.

Meinhard Miegel ist Träger des Cicero Preises (1995), des Schader Preises (2000), des Internationalen Buchpreises Corine (2002), des Hanns-Martin-Schleyer Preises (2004), des Theodor-Heuss-Preises (2005) und des International Book Award (2010).

Im Jahre 1997 wurde Meinhard Miegel in das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung gewählt, dessen stellvertretender Vorsitzender er von 2010 bis 2014 war.

Dr. Michael Muth

Mitglied des Kuratoriums von 1998 bis 2016

Michael Muth war Senior Partner, Gesellschafter und Director von McKinsey & Company, Inc., New York. Er war Mitglied der weltweiten Management-Gremien der Firma und verantwortlich für den Bereich Insurance & Asset Management in Europa. Michael Muth war Senior Advisor einer der führenden US-Investmentbanken. Er ist Mitglied des Boards in- und ausländischer Unternehmen mit Schwerpunkt im internationalen Finanzsektor. Er ist Alleininhaber der Firma BlueTrust, deren Schwerpunkt Beteiligungen im Mittelstand und in Start-ups sind.

Er gehört dem Stiftungsrat der Udo & Anette Brandhorst Stiftung an. Michael Muth ist Rechtsanwalt, hat an der Universität Freiburg promoviert und den MBA am INSEAD/Fontainebleau erworben. Er hat zahlreiche Beiträge in der internationalen Wirtschaftspresse veröffentlicht, insbesondere zu Fragen der Unternehmensstrategie und des Kapitalmarktes.

Im Jahre 1998 wurde Michael Muth in das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung gewählt, dessen Mitglied er bis 2014 war.