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Pressemitteilung, 07/21/2011

Nach Princeton und Stanford
Forschungsstipendien für die Kunsthistorikerinnen Maria Stavrinaki und Nicola Suthor | Gastprofessur für den Historiker Bernd Weisbrod

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit Förderung der Gerda Henkel Stiftung im akademischen Jahr 2011/12 einen Forschungsaufenthalt am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, und an der Universität Stanford, Kalifornien, verbringen werden, stehen fest. Im Einvernehmen mit der Stiftung hat die School of Historical Studies des Institute for Advanced Study das Gerda Henkel Fellowship je zur Hälfte den Kunsthistorikerinnen Prof. Dr. Maria Stavrinaki (Paris) und PD Dr. Nicola Suthor (Hamburg/Bern) zugesprochen. Das Department of German Studies der Stanford University hat den Göttinger Historiker Prof. Dr. Bernd Weisbrod als Gerda Henkel Visiting Professor für den Schwerpunkt „Dictatorship and Democracy” berufen. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt damit die von den Forscherinnen und Forschern geplanten wissenschaftlichen Projekte zur Avantgarde zwischen 1910 und 1938, zur visuellen Intelligenz in der Malerei der Frühen Neuzeit sowie zur Geschichte der politischen Gewalt und Generationengeschichte.

Prof. Dr. Maria Stavrinaki, geboren 1971 in Athen, lehrt als außerordentliche Professorin Kunstgeschichte an der Université Paris I – Panthéon – Sorbonne. Zuletzt veröffentlichte sie den Titel „La Chaîne de verre. Une correspondance expressionniste“ (2009) sowie kritische Editionen von Adolf Behnes „Der Moderne Zweckbau“ (2008) und Franz Marcs „Ecrits et correspondances“ (2007). Im Rahmen ihres Aufenthaltes am renommierten Institute for Advanced Study möchte Maria Stavrinaki der Frage nachgehen, wie vor dem Ersten Weltkrieg und bis zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs unterschiedliche Zeit-Ordnungen die Avantgarde bestimmten.

PD Dr. Nicola Suthor, geboren 1969 in Münster/Westfalen, ist Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. 2007 erschien der Band „Im Agon der Künste“, dessen Mitherausgeberin sie war, 2010 ihre Habilitationsschrift „Bravura: Virtuosität und Mutwilligkeit in der Malerei der Frühen Neuzeit“. Thema ihres Forschungsvorhabens in Princeton ist das Helldunkel und das so genannte Non-Finito in der Malerei Tizians und Rembrandts. Eine kritische Überprüfung der in der Literatur stets hergestellten Nähe beider Künstler bildet den Ausgangspunkt ihrer Arbeit.

Prof. Dr. Bernd Weisbrod, geboren 1946 in Heidelberg, hatte bis Frühjahr 2011 einen Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen inne und war u. a. Sprecher des von ihm begründeten Graduiertenkollegs „Generationengeschichte. Historischer Wandel und generationelle Dynamik im 19. und 20. Jahrhundert“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Als Gerda Henkel Visiting Professor möchte er zwei Forschungsprojekte weiterverfolgen und sich von April bis Juni 2012 den „theatralischen“ Aspekten des Terrorismus und dem Verhältnis von Subjektivitätsentwürfen und Generationsbewusstsein widmen.

Die Gerda Henkel Stiftung wurde 1976 von Frau Lisa Maskell (1914–1998) zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel errichtet. Die Gerda Henkel Stiftung ist eine von der heutigen Henkel AG & Co. KGaA unabhängige, gemeinnützige Einrichtung privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft, vor allem der Historischen Geisteswissenschaften. Seit ihrer Gründung hat die Gerda Henkel Stiftung weltweit für mehr als 5.000 Forschungsvorhaben knapp 90 Millionen Euro zur zur Verfügung gestellt. Im Rahmen ihrer Kooperation mit der School of Historical Studies des Institute for Advanced Study gewährt die Stiftung seit 1993 Fördermittel für ein jährliches Forschungsstipendium. Zusammen mit der Stanford University schreibt sie noch bis 2013/14 insgesamt vier Gastprofessuren zu wechselnden Aspekten deutscher Zeitgeschichte aus.

Kontakt
Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung
Dr. Sybille Wüstemann
Telefon: +49 (0)211 93 65 24 0
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de