Gerda Henkel Preis

„Die Gerda Henkel Stiftung engagiert sich durch die Unterstützung exzellenter wissenschaftlicher Projekte und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses seit mehr als 40 Jahren für zukunftsgerichtete Forschung. Sie trägt mit ihren Förderschwerpunkten maßgeblich zum Geschichts- und Kulturverständnis bei. Seit Gründung der Stiftung wurden mehr als 7.100 Forschungsvorhaben mit rund 190 Millionen Euro unterstützt. Mit dem Gerda Henkel Preis möchten wir die Historischen Geisteswissenschaften weiter stärken und auf Themen aufmerksam machen, die sonst nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen.“

Julia Schulz-Dornburg, Vorsitzende des Kuratoriums

Gerda Henkel Preis

Seit 2006 wird der Gerda Henkel Preis in einem Turnus von zwei Jahren an exzellente und international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die in den von der Stiftung geförderten Disziplinen und Förderbereichen herausragende Forschungsleistungen erzielt haben und weitere erwarten lassen. Der Gerda Henkel Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist zur freien Verwendung bestimmt. Erwartet wird die Veröffentlichung des Festvortrags spätestens innerhalb von sechs Monaten.

Der Gerda Henkel Preis wird international ausgeschrieben. Die Stiftung wendet sich an Universitäten sowie namhafte kulturelle und wissenschaftliche Institutionen und fordert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Einrichtungen auf, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen zu benennen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Mitglieder der Stiftungsgremien und der Jury sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gerda Henkel Stiftung können weder ein Vorschlagsrecht ausüben noch nominiert werden.

Nominierungsfrist

Nominierungsfrist: 17. Januar 2020

Gerda Henkel Stiftung

Die Gerda Henkel Stiftung wurde im Juni 1976 von Frau Lisa Maskell (1914–1998) zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel (1888–1966) errichtet. Lisa Maskell war eine Enkelin des Fabrikanten Fritz Henkel, der 1876 in Aachen die Firma Henkel & Cie. gegründet hatte. 1878 wurde das Unternehmen nach Düsseldorf verlegt, dem heutigen Stammsitz der Henkel AG & Co. KGaA. Sitz der Geschäftsstelle der Stiftung ist bis heute das Elternhaus der Stifterin in der Malkastenstraße 15 in Düsseldorf.

Die Gerda Henkel Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts im Sinne des § 1 StiftG NW. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf den Historischen Geisteswissenschaften, insbesondere auf der Unterstützung von Forschungsvorhaben aus folgenden Disziplinen:

  • Archäologie
  • Geschichtswissenschaften
  • Historische Islamwissenschaften
  • Kunstgeschichte
  • Rechtsgeschichte
  • Ur- und Frühgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

In einigen Programmen wendet sich die Stiftung darüber hinaus gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themen zu, vor allem im Rahmen des Sonderprogramms „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“. Im Rahmen des Lisa Maskell Stipendienprogramms fördert die Stiftung junge Geisteswissenschaftler in Afrika und Südostasien. In ihrem Förderschwerpunkt „Patrimonies“ setzt sie sich für den Erhalt kulturellen Erbes vor allem in Krisenregionen ein. Forschungen, die aktuelle Problemlagen in größere historische Zusammenhänge stellen, stehen im Zentrum der Förderschwerpunkte „Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung “ sowie „Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt“. Im Zusammenhang mit geförderten Projekten unterstützt die Stiftung im Rahmen von ergänzenden Vorhaben auch soziale Begleitmaßnahmen. Die Gerda Henkel Stiftung kann ihre Zwecke im In- und Ausland verwirklichen.


Kuratorium
Julia Schulz-Dornburg, Vorsitzende

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Joachim Gehrke, Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Carolin Emcke

Martin Kobler

Prof. Dr. Ulrich Lehner

Andreas Schmitz


Wissenschaftlicher Beirat
Prof. Dr. Martin Jehne, Dresden, Vorsitzender

Prof. Dr. Ute Daniel, Braunschweig

Prof. Dr. Birgit Emich, Frankfurt am Main

Prof. Dr. Peter Geimer, Berlin

Nominierungsverfahren

Der Gerda Henkel Preis wird international ausgeschrieben. Die Stiftung wendet sich an Universitäten sowie namhafte kulturelle und wissenschaftliche Institutionen und fordert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Einrichtungen auf, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen zu benennen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Mitglieder der Stiftungsgremien und der Jury sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gerda Henkel Stiftung können weder ein Vorschlagsrecht ausüben noch nominiert werden.

Pro nominierende Institution/Person kann nur ein Vorschlag eingereicht werden. Verspätet oder unvollständig eingehende Nominierungen können nicht berücksichtigt werden.

Zu einer vollständigen Nominierung gehören folgende Unterlagen:

  • Nominierungsformular
  • Begründung des Vorschlags mit persönlicher Unterschrift der nominierenden Person (kein Statement des/der Nominierten)
  • Wissenschaftlicher Lebenslauf des/der Nominierten
  • Liste der wichtigsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen des/der Nominierten der letzten fünf Jahre

Auswahlverfahren und Jury

Über die Vergabe des Gerda Henkel Preises entscheidet das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung auf der Grundlage einer Empfehlung der Jury. Diese besteht aus den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung sowie stiftungsunabhängigen Persönlichkeiten.

Jury 2020

Vorsitzender
Prof. Dr. Peter Funke

Mitglieder
Prof. Dr. Ute Daniel

Prof. Dr. Andreas Eckert

Prof. Dr. Birgit Emich

Prof. Dr. Peter Geimer

Prof. Dr. Martin Jehne

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger

Prof. Dr. Sabine Schmidtke

Prof. Dr. Bo Stråth

Prof. Dr. Dr. h.c. Marcel van der Linden

Ansprechpartnerin

Dr. Sybille Wüstemann
Leitung Pressearbeit und Veranstaltungsmanagement
wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de